ein Konzert mit dem tschechischen Geigenvirtuosen Pavel Šporcl, Petr Jiríkovský am Flügel und dem Collegium tschechischer Philharmoniker
07. und 21. Dezember 2016 in Berlin
Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Dvorak und Jan Novák.
 
Das Konzert des Prag-Berlin-Festivals steht im Zeichen der partnerschaftlichen Beziehungen der Städte Prag und Berlin
und findet unter der Schirmherrschaft vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Ralf Wieland
und des Botschafters der Tschechischen Republik, SE Tomas J. Podivinsky, statt.
 
 
Pavel Sporcl, als ein „Talent, das vielleicht nur einmal in hundert Jahren geboren wird“, bezeichneten namhafte Musikkritiker den tschechischen Star-Geiger Pavel Sporcl. Mit seiner Virtuosität und seinem unkonventionellen Auftreten feiert er Erfolge bei allen Zuhörer-Generationen und auf den bedeutendsten Konzertbühnen der Welt. Als einziger tschechischer Violinist wurde Sporcl von dem internationalen anerkannten Kritiker und Historiker Henry Roth in dessen Buch über „Violinvirtuosen von Paganini bis ins 21. Jahrhundert“ aufgenommen. Am 13. Februar 2016 gab Pavel Sporcl ein Konzert in der New Yorker Carnegie Hall. http://www.pavelsporcl.com/
Das Collegium der tschechischen Philharmoniker wurde 1995 von Mitgliedern der Tschechischen Philharmonie gegründet. Sie wollten ihr Repertoire um Werke bereichern, die in einem Symphonieorchester selten gespielt werden. In den zurückliegenden 20 Jahren hat das Ensemble auf tschechischen und internationalen Bühnen viele große Erfolge gefeiert. Mit einer Multi-Platin-CD von der Plattenfirma „Wenkov-Records“ wurde das Collegium für mehr als 100.000 verkaufte Alben des Projekts „Verwandlungen“ geehrt.
Abgeordnetenhaus von Berlin
Ansprache Tschechischer Kultur-und Presseattache, Mgr.Zdenek Kuna
Ansprache, Präsident des Parlaments von Berlin, Ralf Wieland 
Jan Novak (1921 – 1984), gilt als der bedeutendste Komponist seit der Zeit der Renaissance, der lateinische Texte von Titus Maccius Plautus bis zur Gegenwart vertont hat. Durch seine liberale Haltung geriet Novák in Konflikt mit dem kommunistischen Regime (vorübergehender Ausschluss vom tschechoslowakischen Komponistenverband 1961; Entzug staatlicher Aufträge). 1963 gründete er mit anderen Musikern und Musiktheoretikern (Josef Berg, Miloslav Ištvan, Alois Pinos, Zdenek Pololáník) in Brünn die „Schöpferische Gruppe A“, die sich auch Parasiti Apollinis nannte und sich in Abweichung von der offiziellen Doktrin des Sozialistischen Realismus mit zeitgenössischer Kompositionstechnik beschäftigte. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im Sommer 1968 kehrte er von einer Auslandsreise nicht in die Tschechoslowakei zurück. Mit seiner Familie ließ er sich erst in Århus (Dänemark) und ab 1970 in Rovereto (Italien) nieder und gründete die Musikfestspiele „Feriae Latinae“. Zuletzt hatte er einen Lehrauftrag an der Stuttgarter Musikhochschule inne. In der Tschechoslowakei wurde Jan Novák erst nach dem Umsturz 1989 rehabilitiert. 1990 konnten dort wichtige Werke (Aesopia, Dulcitius) uraufgeführt werden. Von Präsident Václav Havel erhielt Novák 1996 posthum die Verdienstmedaille des Landes, 2005 wurde er mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Brünn ausgezeichnet.
 
Unterstützung: Abgeordnetenhaus von Berlin, Botschaft der Tschechischen Republik,
Magistrat der Hauptstadt Prag (http://www.praha.eu/jnp/cz/co_delat_v_praze/pamatky/), Kulturministerium Tschechien.
 
Konzert am 07.12.2016, Festsaal, Parlament von Berlin
Publikum, Festsaal, Parlament von Berlin
Publikum, Festsaalkonzert, Abgeordnetenhaus von Berlin