Eine Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Botschafters Tschechiens SE Tomas J. Podivinsky.
19. März 2018, 19:00 Uhr
Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin

Diese literarisch-musikalische Vorstellung, mit Musik von Jaroslav Jezek und Liedern von Jiri Voskovec/Wachsmann und Jan Werich, ist den bedeutenden tschechischen Künstlern und Antifaschisten Gebrüder Capek gewidmet. Josef Capek, am 23. März 1887 geboren, illustrierte die Werke seines Bruders Karel und ist als Urheber des Begriffs „Roboter“ bekannt, den sein Bruder Karel für das Theaterstück R.U.R. verwendete. Auch eine weitere Wortschöpfung, Automat, kommt bereits in seinem Buch Lelio aus dem Jahr 1917 vor. In den 30er Jahren schuf Josef Čapek Bilder, die den Protest gegen den Krieg zum Thema hatten. Karel Capek, der Autor des berühmten Antikriegstheaterstücks „Die Weisse Krankeit“ starb schon im November 1938.

 

ZEICHNUNG JOSEF CAPEK

 

 Die “Weisse Krankheit” wurde durch aktuelle politische Ereignisse inspiriert. Karel Capek lag viel an der Verfilmung des Stoffes, er wollte einen filmischen Standpunkt gegen den Faschismus und als Warnung vor diesen Gefahren setzen. Das Capeks Stück wurde verfilmt, die Premiere fand am 12. Dezember 1937 in Prag statt. Das tragische Ende von Capeks Stück hatte die Entwicklung in Europa vorgezeichnet. Die Verfilmung des kritischen Stoffes, veranlasste die Gestapo dazu, alle Schauspieler, die sich am Film beteiligten in Konzentrationslager zu transportieren. Nach der deutschen Besetzung der Tschechoslowakei im März 1939 wurde Josef Čapek verhaftet und in die KZs Dachau und Buchenwald, gebracht. Er starb zwischen am 24. April 1945 in Bergen-Belsen. 

JOSEF UND KAREL CAPEK

„Die Politik wird zur Straße der Ganoven. Wir aber sind uns bewusst: fliegen die Kugeln bei unseren Nachbarn, so ist dies eine Schande für ganz Europa. Wenn man den Menschen nicht achtet, kann man die Welt nicht verbessern. Jene Politgangster aber begehen noch etwas weitaus Schlimmeres als den politischen Mord. Sie zerstören die Würde des Menschen, sein Vertrauen in den Verstand und sein Rechtsgefühl, die doch eigentlich die Welt tragen soll.“