2016/2017/2018

 

“Festival tschechischer Kunst und Kultur” findet seit dem Jahr 2001 jährlich in der Bundesrepublik Deutschland statt, um der Öffentlichkeit in Deutschland die gegenwärtigen Tendenzen in verschiedenen Kunstarten in Tschechien aufzuzeigen und damit zum besseren gegenseitigen Kennen lernen und einem dauerhaften Verständnis beizutragen. 
Durch diese Aktivitäten trägt das Festival zur besseren Verständigung zwischen Tschechen und Deutschen und damit zugleich zum weiteren Zusammenwachsen in Europa bei. Mit seinen vielseitigen Angeboten weckt es bei Menschen aller Generationen das Interesse, sich näher mit dem jeweils anderen Land zu beschäftigen. Das Festival hilft darüber hinaus, die bis heute teilweise noch weit verbreitete Unkenntnis der Kultur, Traditionen und Befindlichkeiten des jeweils anderen Volkes abzubauen sowie die Sprachbarriere zu überwinden. Nicht zuletzt hat es eine starke nachhaltige Wirkung: Es werden lang anhaltende Kontakte zwischen Künstlern verschiedener Genres aus beiden Ländern geknüpft. Durch die gegenseitige Inspiration entstehen immer wieder neue deutsch-tschechische Projekte. Somit bildet sich in kürzester Zeit ein Netzwerk von Kulturschaffenden und kulturellen Institutionen aus beiden Ländern heraus, die künftig der Motor für den bilateralen Austausch auf dem Gebiet der verschiedenen Künste sein werden. Damit erfüllt das Festival nicht nur eine äußerst wichtige gesellschaftliche, sondern zugleich auch eine große politische Aufgabe.

Programm

  • Eine Aufführung unter der Schirmherrschaft des Botschafters Tschechiens SE Tomas J. Podivinsky zum Gedenken an den ersten Transport nach Theresienstadt. , Eine musikalisch-literarische Hommage an Schriftsteller, Kabarettisten und Librettisten, Julius Brammer, Fritz Grünbaum, Walter Lindenbaum und Leo Štraus.
    27. November 2017, 19:00 Uhr, Botschaftder Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin
  • ein Konzert mit dem tschechischen Geigenvirtuosen Pavel Šporcl, und dem Ensemble Barocco sempre giovane
    17. März 2017 in Berlin, 19 Uhr, Jesus-Christus-Kirche, Hittorfstraße 23, 14195 Berlin
  • 02. März 2017, 19:00 Uhr , Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin
  • 13. Februar 2017, 20:00 Uhr, LiteraturHaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin
  • 26. Januar 2017, 20:00 Uhr, LiteraturHaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin
  • ein Konzert mit dem tschechischen Geigenvirtuosen Pavel Šporcl, Petr Jiríkovský am Flügel und dem Collegium tschechischer Philharmoniker
    07. und 21. Dezember 2016 in Berlin
  • 26. und 27. April 2016, 20:00 Uhr, Theater Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin
  • 08. April 2016 19:00 Uhr, LiteraturHaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin
  • 16. März 2016, 19:00 Uhr, Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin
  • 24. Februar 2016, 19:00 Uhr, Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin
 

VON SEHNSUCHT WIRD MAN HIER NICHT FETT

Eine Aufführung unter der Schirmherrschaft des Botschafters Tschechiens SE Tomas J. Podivinsky zum Gedenken an den ersten Transport nach Theresienstadt.
Eine musikalisch-literarische Hommage an Schriftsteller, Kabarettisten und Librettisten, Julius Brammer, Fritz Grünbaum, Walter Lindenbaum und Leo Štraus.
27. November 2017, 19:00 Uhr
Botschaftder Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin

Ihre Lieder und satirische Texte singen und spielen: Susanne Eisenkolb, 
Manfred Eisner, Ute Francesca Kannenberg und Romanus Fuhrmann,
begleitet vom Collegium tschechischer Philharmoniker und Harry Ermer.
Musik: Oscar Strauss, Emerich Kalman, Rudolf Friml.
Leitung: Dusan-Robert Parisek

Unterstützung:
Botschaft der Tschechischen Republik, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds. 

 

Librettist Julius Brammer, wurde am 9. März 1877 in Sehraditz in Mähren geboren. Ab 1908 war er fast nur mehr als Bühnenschriftsteller tätig und verfasste, oft mit Alfred Grünwald, zahlreiche Libretti für Operetten von Leo Ascher, Edmund Eysler, Leo Fall, Emmerich Kálmán, Franz Lehar, Robert Stolz und Oscar Strauss. Er war damit einer der führenden Schöpfer der großen Operettenära und wurde mit dem Verdienstorden der Republik Österreich ausgezeichnet. 1924 hatte Julius Brammer im Hotel Adlon in Berlin den genialen Einfall zu Schöner Gigolo, armer Gigolo, womit er jenen Männern ein literarisches Denkmal setzte, die nach dem Ersten Weltkrieg ihr Geld damit verdienten, mit Damen der Gesellschaft zu tanzen. Herren waren zu dieser Zeit Mangelware. Star-Tenor Richard Tauber nahm 1929 gemeinsam mit dem Orchester Bela Dajos eine Platte setzte auf, und das Lied wurde ein Welterfolg. Als Jude musste Julius Brammer mit seiner Frau nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 ins Exil.

Walter Lindenbaum, Journalist, Kabarettist, Schriftsteller in Wientrat gemeinsam mit Jura Soyfer, Peter Hammerschlag, Karl Farkas und anderen der Kleinkunstbühne „Cabaret ABC im Regenbogen“ auf. Auch für das Kabarett „Kleinkunst in den Kolonnaden“, geleitet von Frau Renée Bronneck schrieb Lindenbaum satirische Beiträge. Seine Stücke wurden von Schauspieler/innen wie Irma Agaston, Josef Meinrad und Eduard Linkers vorgetragen und u.a. von Leon Askin inszeniert.

27.11.17, Botschaft CR, Terezin

SE T.J.Podivinsky Ansprache 27.11

Terezin Ensemb. Mafred Eisner,Susanne Eisenkolb, Romanus Fuhrmann, Ute F. Kannenberg, Harry Ermer, 27.11.17

Collegium tsch. Philharmoniker, Terezin Ensemble 27.11.2017

Wiener Kabarettkünstler, Dramaturg und Schriftsteller, Leo Straus, wurde am 21. 01.1897 in Teplitz-Schönau in Böhmen, als Sohn des Komponisten Oscar Straus und der Violinistin Nelly Irmen, geboren. Er war Direktor und Dramaturg der Wiener Kammerspiele und 1929– 31 Dramaturg bzw. stellv. Direktor am Neuen Wiener Schauspielhaus. Er schrieb den Text zur Revue „Rutschbahn“ (1929), war Coautor von „Für dich, Papa“ und „Der tanzende Shylock – Revue um jeden Preis“ (Musik Erwin Strauss, UA 1932).

Fritz Grünbaum, österreichischer Kabarettist, Conférencier, Autor von Operetten, Revuen, Singspielen, Chansons, Couplets, Theater- und Filmschauspieler, Regisseur, geboren am 7. April 1880 in Brünn, als Sohn einer deutsch-jüdischen Kunsthandelsfamilie. Nach Beendigung des Jurastudiums in Wien 1903 beginnt er mit dem Verfassen der ersten von in der Folge zahlreichen Operettenlibretti. Er war einer der sprachbegabtesten und vielseitigsten Vertreter des Wiener Kabaretts der Zwischenkriegszeit, wobei seine Haupt- und Lebensrolle wohl jene des Stegreif-Conferenciers gewesen ist.

Terezin, 27.11.17

Terezin, Botschaft CR, 27.11.2017

Tschechische Botschaft, Terezin, 27.11.17

vR.n.L. Botschafter CR, SE T.J.Podivinsky, Petra Ernstberger MdB, Bernd Felgendreher AA, 27.11.17

 

MEISTERWERKE FÜR VIOLINE

ein Konzert mit dem tschechischen Geigenvirtuosen Pavel Šporcl
und dem Ensemble Barocco sempre giovane
17. März 2017 in Berlin
19 Uhr, Jesus-Christus-Kirche, Hittorfstraße 23, 14195 Berlin
Auf dem Programm stehen Werke von Johann Wenzel Stamitz, Antonin Dvorak, Fritz Kreisler und Jan Novák.
 
Das Konzert des Prag-Berlin-Festivals steht im Zeichen der partnerschaftlichen Beziehungen der Städte Prag und Berlin
 
und findet unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik, SE Tomas J. Podivinsky, der Primatorin der Hauptstadt Prag, Mgr. Adriana Krnacova, statt.
 
Pavel Sporcl, als ein „Talent, das vielleicht nur einmal in hundert Jahren geboren wird“, bezeichneten namhafte Musikkritiker den tschechischen Star-Geiger Pavel Sporcl. Mit seiner Virtuosität und seinem unkonventionellen Auftreten feiert er Erfolge bei allen Zuhörer-Generationen und auf den bedeutendsten Konzertbühnen der Welt. Als einziger tschechischer Violinist wurde Sporcl von dem internationalen anerkannten Kritiker und Historiker Henry Roth in dessen Buch über „Violinvirtuosen von Paganini bis ins 21. Jahrhundert“ aufgenommen. Am 13. Februar 2016 gab Pavel Sporcl ein Konzert in der New Yorker Carnegie Hall. http://www.pavelsporcl.com/
 
Barocco sempre giovane. Gegründet wurde das Orchester Barocco Sempre Giovane 2004 von dem Violinisten Josef Krecmer. Das Orchester kooperiert mit vielen berühmten Solisten und wird von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.
 
Pavel Sporcl
 
Pavel Sporcl
Pavel Sporcl
v.L. n.R. Ing. Dagmar Masopustova, Kult.Ref. Mag. Prag, Karin Brandes, Ltr. Protokoll Parlament Berlin
17.03.2017, Konzert
Konzert, 17.03.2017
Konzert Niemöllerkirche Berlin 17.03.17
Geigenvirtuose Pavel Sporcl und Kammerorchester Barocco sempre giovane  17.03.17
 
Konzert Niemöllerkirche Berlin 17.03.17
Jan Novak (1921 – 1984), gilt als der bedeutendste Komponist seit der Zeit der Renaissance, der lateinische Texte von Titus Maccius Plautus bis zur Gegenwart vertont hat. Durch seine liberale Haltung geriet Novák in Konflikt mit dem kommunistischen Regime (vorübergehender Ausschluss vom tschechoslowakischen Komponistenverband 1961; Entzug staatlicher Aufträge). 1963 gründete er mit anderen Musikern und Musiktheoretikern (Josef Berg, Miloslav Ištvan, Alois Pinos, Zdenek Pololáník) in Brünn die „Schöpferische Gruppe A“, die sich auch Parasiti Apollinis nannte und sich in Abweichung von der offiziellen Doktrin des Sozialistischen Realismus mit zeitgenössischer Kompositionstechnik beschäftigte. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im Sommer 1968 kehrte er von einer Auslandsreise nicht in die Tschechoslowakei zurück. Mit seiner Familie ließ er sich erst in Århus (Dänemark) und ab 1970 in Rovereto (Italien) nieder und gründete die Musikfestspiele „Feriae Latinae“. Zuletzt hatte er einen Lehrauftrag an der Stuttgarter Musikhochschule inne. In der Tschechoslowakei wurde Jan Novák erst nach dem Umsturz 1989 rehabilitiert. 1990 konnten dort wichtige Werke (Aesopia, Dulcitius) uraufgeführt werden. Von Präsident Václav Havel erhielt Novák 1996 posthum die Verdienstmedaille des Landes, 2005 wurde er mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Brünn ausgezeichnet.
 
Unterstützung: Botschaft der Tschechischen Republik,
 
Magistrat der Hauptstadt Prag (http://www.praha.eu/jnp/cz/co_delat_v_praze/pamatky/), Kulturministerium Tschechien.
Ensemble Barocco sempre giovane Tschechische Republik
 
Jesus Christus Kirche,  14195 Berlin Dahlem
 
Jesus Christus Kirche, Hittorfstraße 23, 14195 Berlin Dahlem
17.03.17 Berlin, Niemöllerkirche
Geigenvirtuose Pavel Sporcl
Geigenvirtuose Pavel Sporcl und Kammerorchester Barocco sempre giovane  17.03.17

 

 

HAAS, JEZEK, URZIDIL

02. März 2017, 19:00 Uhr
Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin

Die Aufführung ist gewidmet dem Vorabend des II. Weltkriegs, nach dem Münchner Abkommen von 1938 in der Tschechoslowakei und die große Emigrationswelle, die dadurch in der Mitte Europas entfesselt wurde. Musikalische Begleitung: Collegium tschechischer Philharmoniker.

S.E. Botschafter T.J.Podivinsky, Grusswort, Vorstellung HAAS JEZEK URZIDIL, 02.03.17

 

02.03.2017, Ansprache SE Tomas J. Podivinsky, Botschafter Tschechien

02.03.2017, Ansprache SE Tomas J. Podivinsky, Botschafter Tschechische Republik

02.03.2017, Haas, Jezek, Urzidil

Botschaft, 02.03.2017

v.L.n.R. Detlef Dzembritzki, MdB a.D. SE Tomas J. Podivinsky, Botschafter Tschechiens

 

 

 

 

Mitwirkende, 02.03.2017

Mitwirkende v.L.nR. Manfred Eisner, Susanne Eisenkolb, Dorothee Kahler, Romanus Fuhrmann, 02.03.17

Sängerin und Schauspielerin Dorothée Kahler, 02.03.2017

Mitwirkende Romanus Fuhrmann und Susanne Eisenkolb, am 02.03.2017

 

KARUSSELL

13. Februar 2017, 20:00 Uhr
LiteraturHaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin

Musikalisch-literarische Aufführung zum Gedenken an den ersten Transport nach Theresienstadt, mit Texten von Petr Ginz, Hanus Hachenburg, Hanus Kahn, Kurt Jiri Kotouc und Zdenek Ornest. Musikalische Begleitung: Collegium tschechischer Philharmoniker.

13.02.2017 Karussell

Karussell-Publikum am 13.02.2017

Mitwirkende Manfred Eisner, Karussell, 13.02.2017

Mitwirkende Dorothée Kahler, 13.02.2017

Mitwirkende Manfred Eisner, Susanne Eisenkolb, Karussell, 03.02.2017

Mitwirkende, Karussell, 13.02.2017

v.L.n.R. Mitwirkene Harry Ermer, Susanne Eisenkolb, Romanus Fuhrmann, 13.02.2017

 

IN DER MUSIK LIEGT DER WILLE ZUM LEBEN

26. Januar 2017, 20:00 Uhr
LiteraturHaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin

Musikalisch-literarische Aufführung zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz vor 72. Jahren, mit Texten von Autoren und Kabarettisten u. a, Walter Lindenbaum, Leo Straus, Hanusch Schulhof. Musikalische Begleitung: Collegium tschechischer Philharmoniker.

In der Musik liegt der Wille zum Leben, 26.01.2017

In der Musik liegt der Wille zum Leben, 26.01.2017, LiteraturHaus Berlin

In der Musik liegt der Wille zum Leben, LiteraturHaus 26.01.2017

In der Musik liegt der Wille zum Leben, LiteraturHaus Berlin 26.01.2017

In der Musik liegt der Wille zum Leben

LiteraturHaus Berlin

 

MEISTERWERKE FÜR VIOLINE

ein Konzert mit dem tschechischen Geigenvirtuosen Pavel Šporcl, Petr Jiríkovský am Flügel und dem Collegium tschechischer Philharmoniker
07. und 21. Dezember 2016 in Berlin
Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Dvorak und Jan Novák.
 
Das Konzert des Prag-Berlin-Festivals steht im Zeichen der partnerschaftlichen Beziehungen der Städte Prag und Berlin
und findet unter der Schirmherrschaft vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Ralf Wieland
und des Botschafters der Tschechischen Republik, SE Tomas J. Podivinsky, statt.
 
 
Pavel Sporcl, als ein „Talent, das vielleicht nur einmal in hundert Jahren geboren wird“, bezeichneten namhafte Musikkritiker den tschechischen Star-Geiger Pavel Sporcl. Mit seiner Virtuosität und seinem unkonventionellen Auftreten feiert er Erfolge bei allen Zuhörer-Generationen und auf den bedeutendsten Konzertbühnen der Welt. Als einziger tschechischer Violinist wurde Sporcl von dem internationalen anerkannten Kritiker und Historiker Henry Roth in dessen Buch über „Violinvirtuosen von Paganini bis ins 21. Jahrhundert“ aufgenommen. Am 13. Februar 2016 gab Pavel Sporcl ein Konzert in der New Yorker Carnegie Hall. http://www.pavelsporcl.com/
Das Collegium der tschechischen Philharmoniker wurde 1995 von Mitgliedern der Tschechischen Philharmonie gegründet. Sie wollten ihr Repertoire um Werke bereichern, die in einem Symphonieorchester selten gespielt werden. In den zurückliegenden 20 Jahren hat das Ensemble auf tschechischen und internationalen Bühnen viele große Erfolge gefeiert. Mit einer Multi-Platin-CD von der Plattenfirma „Wenkov-Records“ wurde das Collegium für mehr als 100.000 verkaufte Alben des Projekts „Verwandlungen“ geehrt.
Abgeordnetenhaus von Berlin
Ansprache Tschechischer Kultur-und Presseattache, Mgr.Zdenek Kuna
Ansprache, Präsident des Parlaments von Berlin, Ralf Wieland 
Jan Novak (1921 – 1984), gilt als der bedeutendste Komponist seit der Zeit der Renaissance, der lateinische Texte von Titus Maccius Plautus bis zur Gegenwart vertont hat. Durch seine liberale Haltung geriet Novák in Konflikt mit dem kommunistischen Regime (vorübergehender Ausschluss vom tschechoslowakischen Komponistenverband 1961; Entzug staatlicher Aufträge). 1963 gründete er mit anderen Musikern und Musiktheoretikern (Josef Berg, Miloslav Ištvan, Alois Pinos, Zdenek Pololáník) in Brünn die „Schöpferische Gruppe A“, die sich auch Parasiti Apollinis nannte und sich in Abweichung von der offiziellen Doktrin des Sozialistischen Realismus mit zeitgenössischer Kompositionstechnik beschäftigte. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im Sommer 1968 kehrte er von einer Auslandsreise nicht in die Tschechoslowakei zurück. Mit seiner Familie ließ er sich erst in Århus (Dänemark) und ab 1970 in Rovereto (Italien) nieder und gründete die Musikfestspiele „Feriae Latinae“. Zuletzt hatte er einen Lehrauftrag an der Stuttgarter Musikhochschule inne. In der Tschechoslowakei wurde Jan Novák erst nach dem Umsturz 1989 rehabilitiert. 1990 konnten dort wichtige Werke (Aesopia, Dulcitius) uraufgeführt werden. Von Präsident Václav Havel erhielt Novák 1996 posthum die Verdienstmedaille des Landes, 2005 wurde er mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Brünn ausgezeichnet.
 
Unterstützung: Abgeordnetenhaus von Berlin, Botschaft der Tschechischen Republik,
Magistrat der Hauptstadt Prag (http://www.praha.eu/jnp/cz/co_delat_v_praze/pamatky/), Kulturministerium Tschechien.
 
Konzert am 07.12.2016, Festsaal, Parlament von Berlin
Publikum, Festsaal, Parlament von Berlin
Publikum, Festsaalkonzert, Abgeordnetenhaus von Berlin 
 

DER FALL SCHWEJK

26. und 27. April 2016, 20:00 Uhr
Theater Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin

"Merkwürdig, dass der größte humoristische Roman unseres Jahrhunderts über das Grausamste geschrieben wurde, was wir uns vorstellen können, den Krieg", schrieb Milan Kundera. Das Ausmaß an Gewalt und Blasphemie, das Jaroslav Hašeks Jahrhundertroman zugrunde liegt, wurde bislang kaum gewürdigt oder ging in Übersetzungen und Interpretationen verloren. Form legt sich über Inhalt, aus ethnischen Spannungen, dem Konfliktpotential in Vielvölkerstaaten und Krieg wird Folklore. Was aber, wenn man Hašek beim Wort nimmt, seine frühe Europa-Analyse und sein Psychogramm des ewigen Mitläufertums (gleichgültig ob tschechischer, österreichischer oder deutscher Provenienz) zum Ausgangspunkt einer Untersuchung von Demokratiefähigkeit und Stabilität im heutigen Europa macht?

 

Szenische Bearbeitung und Einstudierung unter der Mitwirkung von deutschen und tschechischen Künstlerinnen und Künstler für eine zweisprachige Version. Prager Theater der Helden
 

 

VERNISSAGE

08. April 2016 19:00 Uhr
LiteraturHaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin

III. Teil der V. Havel Trilogie - eine musikalisch-literarische Aufführung, zum Gedenken an den vor 80.Jahren geborenen Schriftsteller und Staatsmann Václav Havel.

Ulrike Hübschmann, Vernissage, 08.04.2016

V.Havel, Vernissage, 08.04.2016

Vaclav Havel, Vernissage, 08.04.2016

Aus dem Buch Böhmische Silberhochzeit von JP Bouzac über Vaclav Havels Vanek Trilogie

Vernissage, 08.04.2016

Romanus Fuhrmann, Manfred Eisner und Ulrike Hübschmann, Vernissage, 08.04.2016

Literaturhaus Berlin

VERNISSAGE

 

WACHSMANN UND WERICH

16. März 2016, 19:00 Uhr
Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin

musikalisch-literarische Aufführung, zum Gedenken an die vor 111. Jahren geborenen Autoren und Denker, Jiri Wachsmann und Jan Werich, den Gründern des „Befreiten Theaters“ in Prag“, der bedeutendsten politischer Bühne Europas vor dem zweiten Weltkrieg.  

Voskovec und Werich 1935

J.Jezek, J.Werich, J.Voskovec

Werich, Jezek, Voskovec

Der Esel und der Schatten

Esel und Schatten

Glurus,Manfred Eisner, Papulus, Romanus Fuhmann, Wachsmann u. Werich, 16.03.2016

Das Leben ist nur ein Zufall, 16.03.16, Wachsmann und Werich

Das Leben ist nur ein Zufall, 16.03.20162

Beide Autoren haben in ihren Stücken die kommende Weltkatastrophe beschrieben bis das Theater im Herbst 1938 verboten wurde.

DAS LEBEN IST NUR EIN ZUFALL

Immer nur lächeln PF 1935 

Werich, Voskovec

Der Henker und der Narr, Theaterplakat

Jiri Voskovec, Jan Werich

Das Leben ist nur ein Zufall, 16.03.2016

Das Leben ist nur ein Zufall, Wachsman und Werich, Ansprache, tsch. Botschafter SE T.J.Podivinsky, 16.03.2016 

Das Leben ist nur ein Zufall, Wachsmann und Werich, 16.03.2016

Das Leben ist nur ein Zufall, Wachsman und Werich, tsch. Botschafter SE T.J.Podivinsky, 16.03.2016  

 

Grusswort Botschafter der Tschechischen Republik, SE T.J. Podivinsky am 16.03.2016

 

HOFERS: LACH DICH GESUND

24. Februar 2016, 19:00 Uhr
Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin

eine musikalisch-literarische Aufführung, zum Gedenken an den ersten Transport in das KZ Theresienstadt, mit Texten von Hans Hofer (Hanus Schulhof). Die Aufführung ist den großartigen Künstlern gewidmet, die allen in KZ tagtäglich durch ihr Humor ein wenig Hoffnung brachten

Lisl und Hans Hofer Hochzeit 1946

H. Hofer und seine Puppen

Lisl und Hans Hofer im tschechischen Dokufilm

Berühmtes Komikerquartett der 20er Jahre, Hofer, Moser, Berg, Glinger

Lisl Hofer 1991 Theresienstadt

 

 

LACH DICH GESUND

Karsten Troyke, Lach dich Gesund 24.02.2016

Lach dich Gesund am 24.02.2016

Lach dich Gesund, 24.02.2016

M. Eisner, G.Desatnik, K.Troyke, U.Kannenberg, R.Fuhrmann, Lach dich Gesund 24.02.2016

M. Eisner, K.Troyke, U.Kannenberg, R.Fuhrmann, Lach dich Gesund 24.02.2016

Manfred Eisner, Ute Kannenberg, Romanus Fuhrmann, Lach dich Gesund am 24.02.2016

Publikum, Lach dich Gesund, 24.02.2016

 

ŠVENK, STRAUS, SCHÄCHTER

09.Februar 2016, 19:00 Uhr
Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr.44, 10117 Berlin

Musikalisch-literarische Aufführung, zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau mit Kabarett-Texten von Leo Strauss begleitet mit Musik.


Kaffeehauskonzert (Adolf Aussenberg 1914-1944)

 

Kabarett 1941

 


Karel Svenk

Kurt Gerron und Annie Frey, Kabarett Theresienstadt

SVENK, STRAUSS, SCHÄCHTER

Ansprache Stlv. Botschafterin Tschechiens, Mgr. Eva Dvorakova, 09.02.2016

Stepan Benda, Ute Francesca Kannenberg, Dipl.Ing. Dobra Parizek-Tusa, 09.02.2016

Svenk, Strauss, Schächer, 09.02.2016

 

 

VON RYBA BIS MARTINU

22. Januar 2016, 19:30 Uhr
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin

mit dem Geigenvirtuosen Pavel Sporcl und dem Collegium tschechischer Philharmoniker
Auf dem Programm stehen  Werke von Jan Jakub Ryba, Bohuslav Martinu und Johann Sebastian Bach.
Die Medien bezeichnen Pavel Šporcl als „ein Talent, das möglicherweise nur einmal in 100 Jahren geboren wird“. Der Künstler fand als einziger tschechischer Violinist der jüngeren Generation Eingang in das Buch des bedeutenden Musikkritikers Henry Roth „Geigenvirtuosen: Von Paganini bis ins 21. Jahrhundert“.  

Das Collegium der tschechischen Philharmoniker wurde 1995 von Mitgliedern der Tschechischen Philharmonie gegründet. Sie wollten ihr Repertoire um Werke bereichern, die in einem Symphonieorchester selten gespielt werden. In den zurückliegenden 20 Jahren hat das Ensemble auf tschechischen und internationalen Bühnen viele große Erfolge gefeiert. Mit einer Multi-Platin-CD von der Plattenfirma „Wenkov-Records“ wurde das Collegium für mehr als 100.000 verkaufte Alben des Projekts „Verwandlungen“ geehrt.

 

Über uns (Über das Festival)

Festival tschechischer Kunst und Kultur präsentiert der Öffentlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland mit Theater- und Filmaufführungen, Konzerten, Ausstellungen und Lesungen sowohl Vertreter der jüngsten Künstlergeneration, als auch Künstler, die zur Zeit des Kommunismus als Dissidenten im Untergrund tätig waren oder in den Westen emigrieren mussten. Die Künstler vermitteln durch ihre Werke zugleich ihr Bild von der heutigen tschechischen Gesellschaft, denn Kunst und Kultur sind stets das Spiegelbild der jeweiligen gesellschaftlichen Befindlichkeit eines Volkes sowie dessen moralischer und geistiger Werte.

Durch all diese Aktivitäten trägt das Festival in entscheidendem Maße zur besseren Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen und damit zugleich zum weiteren Zusammenwachsen in Europa bei. Mit seinen vielseitigen Angeboten weckt es bei Menschen aller Generationen das Interesse, sich näher mit dem jeweils anderen Land zu beschäftigen. Das Festival hilft darüber hinaus die bis heute teilweise noch weit verbreitete Unkenntnis der Kultur, Traditionen und Befindlichkeiten des jeweils anderen Volkes abzubauen, sowie die Sprachbarriere zu überwinden. Nicht zuletzt entsteht eine starke nachhaltige Wirkung: Es werden lang anhaltende Kontakte zwischen Künstlern verschiedener Genres aus beiden Ländern geknüpft. Durch die gegenseitige Inspiration entstehen immer wieder neue deutsch-tschechische Projekte. Somit bildet sich in kürzester Zeit ein Netzwerk von Kulturschaffenden und kulturellen Institutionen aus beiden Ländern heraus, die künftig der Motor für den bilateralen Austausch auf dem Gebiet der verschiedenen Künste sein werden. Damit erfüllt das Festival nicht nur gesellschaftliche, sondern zugleich auch eine politische Aufgabe.

Führende Politiker beider Länder haben die Bedeutung des Festivals von Anfang an erkannt. Seit dem ersten Jahrgang haben der Kulturminister Tschechiens und der Bundesrepublik Deutschland, der Regierende der Regierende Bürgermeister von Berlin, der Primator von Prag sowie der tschechische Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland die Schirmherrschaft über das Festival übernommen.

 

 

Postkarten und Plakate

 

 

Impressum

Künstlerinitiative: Festival tschechischer Kunst und Kultur "Prag-Berlin"

Künstlerische Leitung:
Dusan-Robert Parisek
E-Mail d.r.parisek@prag-berlin-festival.de

Dramaturgie:
Dipl. Ing. Dobra Parizek-Tusa
E-Mail dramaturgie@f-p-b.de

Copyright
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